Unsere Orgel hat trockene Finger

 

Seit Juni 2016 klingt unsere Dinse- Orgel nach vierjähriger Restaurierung wieder im vollen Klang ihrer nunmehr 636 Pfeifen. Im Text zur Wiedereinweihung am 12. Juni 2016 schrieb Professor
Kleber:

Der Jugendstil-Kirchsaal hat nun wieder eine Orgel, die nicht nur den Gesang der Gemeinde während der Gottesdienste begleiten wird, sondern auch für Konzerte während des Kultursommers und zu anderen Zeiten den Besuchern Freude bereiten wird. – Und dieser Satz hat sich in vollem Umfang bewahrheitet. Die Orgel ist unverzichtbar und wird von der Gemeinde sehr geliebt und von Konzertbesuchern hoch geschätzt, natürlich auch dank der versierten Organistinnen und Organisten.

So wie die gute, alte Dame Dinse-Orgel unser Gemeindeleben belebt, so hat sie aber auch ihr eigenes Leben, und da kann sie auch sehr empfindlich reagieren. Die trockenen Sommer der
beiden letzten Jahre haben ihr nicht so richtig behagt. Dabei sind ihre feinen Fingerspitzen ausgetrocknet, sprich: Die Abdichtungen, durch die die Töne freigegeben werden, sind spröde geworden, mit dem Effekt, dass die Orgel für bestimmte Töne keinen Pieps von sich gibt. Und das gefällt weder Organist/in noch Hörern!

Die Orgelbaufirma Mitteldeutscher Orgelbau A. Voigt GmbH will sich nun in der nächsten „Trockenzeit“ des Problems annehmen. Es müssen ganze Baugruppen demontiert werden, damit
von Fall zu Fall die Trocknungsschäden entdeckt werden können. Es sollen zusätzliche flexible Dichtungen eingebaut werden, die den Klimawechsel abfangen können. Arbeitsaufwand: zwei
Orgelbauer für vier Tage; Gesamtkosten laut Angebot: circa 4.000 €.

Der Kreiskantor hat die Notwendigkeit dieser Leistungen geprüft und bestätigt. Der Gemeindekirchenrat hat beim Kirchenkreis um einen Zuschuss aus dem Orgelfonds in Höhe von 2.000 € gebeten, bei der Gemeinde verbleiben die anderen 2.000 €.

In Anbetracht der jetzigen Situation, wo in Corona-Zeiten die Orgel auch noch für den Gemeindegesang einstehen muss und sie dafür ihr volles „Fingerspitzengefühl“ benötigt, bittet der GKR hiermit die Gemeindeglieder um ein freundliches „Notopfer“ für unsere Orgel.

Diesem Aufruf schließt sich auch der Vorstand des Fördervereins Jugendstil- Kirchsaal Nordend für seine Mitglieder an!

Kontoverbindungen:

Ev. Kirchengemeinden in Berlin-Pankow Martin Luther und Nordend

IBAN: DE 1952 0604 1071 0399 5550
Evangelische Bank eG

Haben Sie schon jetzt ganz herzlichen Dank!

Ihr Gemeindekirchenrat und der Vorstand des Fördervereins